Paartherapeut Henning Matthaei, Hamburg

Raum schaffen für Verbundenheit

Mit mir arbeiten - Paartherapie in Hamburg

Wie ich meine Arbeit mit Paaren gestalte

Ich begleite Paare dabei, aus ihrer erschöpften Beziehung eine neue Verbundenheit entstehen zu lassen.

Worum es mir geht

Wenn sich Paare in einer Krise befinden, ist die erste Person, die dafür verantwortlich gemacht wird, das direkte Gegenüber. Das ist nicht verwunderlich, denn es gäbe ja diese Schwierigkeiten nicht, wenn der andere nicht da wäre. Im Stillen wird die Frage gestellt: „Wer ist schuld?” und gleich auch beantwortet mit: „Du!”.

Allerdings wollen wir auch nicht alleine sein und uns liegt etwas an diesem Menschen. Dieses Dilemma aufzulösen, sehe ich als Kernaufgabe der Paartherapie. Man könnte es knapp so zusammenfassen:

„Ich kann nicht mit dir, aber ich will auch nicht ohne dich.”

Damit dreht sich die Richtung unserer Frage um. Erst lautete sie: „Wer ist schuld?” Jetzt lautet sie: „Was muss ich können, damit ich mit dir kann?”

Das ist der entscheidende Schritt in Richtung Selbstverantwortung und Handlungsfähigkeit. Wenn beide ihn tun, wächst die Paarbeziehung.

Worauf es mir in der Paartherapie ankommt

Für die meisten Paare besteht von Anfang der Beziehung an unausgesprochen der Wunsch danach, dass die Beziehung ein Leben lang hält. Diese Vorstellung kann Risse bekommen, wenn wir nicht das tun, was für alles gilt, dass lange halten soll: es pflegen.

Häuser, Autos, Schuhe und Kleidung werden regelmäßig gereinigt und notwendige Reparaturen vorgenommen. Paarbeziehungen werden durch Zeitmangel, Anforderungen im Beruf und Versorgungspflichten in der Familie erheblich belastet. Aber sie erhalten keine Inspektion und keine Werkstattaufenthalte. Sie sollen funktionieren und uns emotional versorgen.

Auch wenn es ein technisches Bild ist, entspricht es in vielerlei Hinsicht dem, was mir in der Paarberatung begegnet. Die Paarbeziehung funktioniert nicht mehr, wenn man ihr dauerhaft die Aufmerksamkeit und Fürsorge entzieht. Der Austausch wird zäher, die Rücksichtnahme nimmt ab, die Grobheiten nehmen zu. Wir begegnen dem Menschen, den wir einmal für die Rolle des wichtigsten Menschen in unserem Leben ausgewählt hatten, mit wachsender Respektlosigkeit.

Beziehung als Entwicklungsraum

Ich verstehe Paarbeziehungen nicht ausschließlich als emotionalen Versorgungsraum. Natürlich sollen sie diese Aufgabe auch erfüllen. Menschen sind gerne im Kontakt mit anderen Menschen. Und dann geschieht es, dass der Mensch, mit dem wir am liebsten im Kontakt sein wollten, uns die meisten Schwierigkeiten bereitet.

Dennoch wollen die wenigsten an diesem Punkt den Partner austauschen. Die Menschen, mit denen ich arbeite, verspüren in sich den Wunsch, die notwendigen Fähigkeiten selbst zu entwickeln, diese Schwierigkeiten ansprechen und aus dem Weg räumen zu können.

Wenn es uns gelingt, den anderen zu akzeptieren und zu lieben, gerade weil er anders ist, dann wird das zu einer Fähigkeit, die weit über die Paarbeziehung hinausreicht. Auf diese Weise macht uns die Auseinandersetzung mit der Partnerin/dem Partner fähiger, mit der ganzen Welt in Beziehung zu treten.

Menschenbild

Oft lassen wir uns leiten von der Idee, es müsse einen Schuldigen geben für das Leid, das wir erleben. Diese Grundeinstellung ist weit verbreitet und tief verwurzelt. Ich möchte dem ein anderes Menschenbild gegenüberstellen: die Idee vom grundlegenden Gutsein.

  • Wie begegne ich ihm, wenn ich grundlegend davon ausgehe, dass er ein guter Mensch ist, auch wenn er mir gerade Schwierigkeiten bereitet?
  • Kann ich mir vorstellen, dass sie möglicherweise auch darunter leidet, wenn ich es schwer habe mit ihr?
  • Was kann ich selbst tun, um ihm behilflich zu sein, mich besser zu behandeln?
  • Wie kann ich ihr klarmachen, dass ich genauso stark wie sie fühle, aber etwas ganz anderes?

Ohne diese Haltung, könnte ich meine Arbeit nicht tun. Ich müsste sofort Partei ergreifen für den einen oder die andere, mit einem von beiden eine Mannschaft bilden, die den anderen bekämpft. Das will ich nicht.

Die Menschen, mit denen ich arbeite, sind immer beide grundlegend gut. Und sie suchen nach einem Ausweg, dieses Gutsein in sich selbst und im anderen wieder zu entdecken.

So arbeiten wir zusammen

Zuende zuhören: Im Kennenlerngespräch kann es passieren, dass einer von beiden Partnern anfängt unruhig zu werden, während der andere spricht. Besonders da, wo die Darstellung der Situation des Paares von der eigenen Beschreibung stärker abweicht, regt sich der Widerstand und der Wunsch wächst, zu intervenieren und eine Gegendarstellung abzugeben.

Keine Sorge, beide Seiten bekommen die Möglichkeit ausführlich zu schildern, was sie im gemeinsamen Leben als Paar als schwierig empfinden. Und doch ist es wichtig, erst einmal mit der eigenen Wahrheit gehört zu werden, einen Raum zu bekommen, in dem das Gesagte nicht sofort infrage gestellt oder zurückgewiesen wird.

Es ist nicht überraschend, wenn diese beiden Wahrheiten voneinander abweichen. Letztendlich ist genau das der Grund dafür, dass eine Paartherapie in Anspruch genommen wird.

Das gegenseitige Verstehen fördern: Das Ziel der Paartherapie kann nicht sein, dem anderen die eigene Wahrheit überzustülpen oder ihn in irgendeiner Weise dazu zu zwingen, seine eigene Sicht aufzugeben. Vielmehr suchen wir nach einem gemeinsamen Weg, die eigenen Empfindungen so darzustellen, dass der andere sich eingeladen fühlt, die Welt einmal aus dieser Sicht anzuschauen.

Wir suchen Übereinstimmungen, nach gemeinsamen Wünschen, Sehnsüchten und Werten. Die Kommunikation zwischen Partnern bricht häufig dort auseinander, wo das Verfolgen von Wünschen und Werten unter Druck geraten ist. Denn auf diesen Stress reagieren beide Seiten oft völlig unterschiedlich, verstehen dann diese Reaktionen als Angriffe auf sich selbst und erleben sich damit abgewehrt und abgewertet.

Wenn diese Trümmer der gegenseitigen Abwehr beiseite geräumt werden, kann wieder sichtbar werden, worin von Anfang an die Gemeinsamkeit des Paares bestand.

Automatische Reaktionen erkennen: Manche Reaktionen auf das, was die Partnerin/der Partner sagt, kommen so schnell, dass ich bei ihnen von automatischen Reaktionen spreche. Noch bevor eine Mitteilung Vollständig ausgedrückt und gedanklich verarbeitet worden ist, hat irgendein Triggerwort Abwehr oder Gegenangriff wachgerufen.

Ich sehe dann meine Aufgabe darin, diese Konditionierungen zu registrieren, darauf hinzuweisen und damit einen Ansatz zu bieten, einer dem Augenblick angemesseneren Reaktion Raum zu geben.

Neue Wege probieren: In jedem Therapieverlauf kommen die Paare auf eigene Ideen, wie sie ihre Beziehung wieder freundschaftlicher und vertrauensvoller gestalten können. Meine Unterstützung liegt dann darin, diese Ideen möglichst präzise und umsetzbar werden zu lassen, und Sie zu ermutigen Ihren eigenen Weg zu gehen.

Der erste gemeinsame Schritt

Das Kennenlerngespräch ist eine Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung für eine Fortsetzung der Paartherapie. Sie machen zunächst nur einen Termin aus und bleiben völlig frei zu entscheiden, ob Sie unsere Gespräche fortsetzen möchten.

Wie verläuft ein Kennenlerngespräch?

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Situation ausführlich zu schildern. Bei Paaren werden beide Perspektiven gewürdigt und als gleichwertig akzeptiert.

Wo gewünscht gebe ich erste Hinweise über sofortige Handlungsmöglichkeiten. Wir besprechen am Ende des Kennenlerngesprächs, wie wir Ihr Vorhaben am besten umsetzen können. Natürlich können Sie mir auch Fragen stellen, über meine Person und meinen Hintergrund.

Sie machen zunächst nur diesen einen Termin aus und können danach frei entscheiden, ob Sie das Coaching fortsetzen möchten.

Das Kennenlerngespräch dauert ca. 60 Minuten. Sie können die volle Zeit nutzen, um Ihre Situation aus beiden Perspektiven darzustellen. Zusätzlich ist im Anschluss genügend Zeit, um die Formalitäten für die weitere Zusammenarbeit zu besprechen. Die aktuellen Konditionen können Sie auf der Seite Praxis Paartherapie nachlesen.

Für wen diese Arbeit gedacht ist

Sie sollten wissen, was Sie erwarten können...

  • Sie sind hier gut aufgehoben, wenn Sie grundsätzlich den Wunsch haben zusammenzubleiben, selbst wenn Sie Ihre Fragen daran haben, wie das denn gelingen kann.
  • Sie sind hier richtig, wenn Ihre Gespräche festgefahren sind und der Paardialog stillsteht. Es zählt die Absicht, das Gespräch wieder in Gang bringen zu wollen.
  • Ich arbeite gerne mit Ihnen, wenn Entscheidungen anstehen, für die Sie einen Raum brauchen, in dem das Für und Wider, alle Zweifel aber auch die Möglichkeiten in Ruhe miteinander beleuchtet werden können.
  • Ich kann Sie unterstützen, wenn es darum geht für den Alltag im Umgang miteinander und/oder mit den Kindern den richtigen Ton zu finden.
  • Ich bin gerne dabei, wenn Sie Ihre Verbundenheit wieder freilegen möchten und auf dem Weg dahin gegenseitige Vorwürfe und Zurückhaltungen aufräumen.

... und was nicht:

  • Bei akuter Eskalation mit physischer Gewalt oder bei der Bewältigung von individuellem Suchtverhalten bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.
  • Sie können von mir nicht erwarten, dass ich Ihre Partnerin/Ihren Partner von etwas überzeuge. Ich arbeite für Einsichten und Erkenntnisse, die von innen heraus gewonnen werden.
  • Manche Menschen erwarten eine Instanthilfe, mit der sie ihr Problem sofort loswerden, ohne sich irgendwie bewegen zu müssen. Das kann ich Ihnen nicht bieten.

Die folgenden Rückmeldungen beschreiben persönliche Erfahrungen einzelner Paare. Jede Beziehung entwickelt sich dabei auf ihre eigene Weise.

Alle Namen geändert

Zu Beginn war ich sehr skeptisch und hatte unsere Ehe innerlich bereits aufgegeben.

Im Verlauf der gemeinsamen Arbeit habe ich viel über unsere Beziehung, über mich selbst und über meine eigenen Erwartungen verstanden.

Heute erlebe ich unsere Beziehung wieder als tragfähig und wertvoll. Gleichzeitig nutzen wir die Gespräche weiterhin als geschützten Raum, um Themen anzusprechen, die uns im Alltag noch schwerfallen.

Für uns ist die Paartherapie zu einem wichtigen Ort für Klärung und Verständigung geworden.“

Luise H.
Steuerberaterin in Hamburg

In einer sehr belastenden Phase unserer Beziehung haben wir in den Gesprächen erstmals wieder Raum gefunden, einander zuzuhören.

Im Alltag erleben wir heute wieder mehr Leichtigkeit und Zusammenhalt als Familie. Für uns war die Paartherapie ein wichtiger Schritt, um aus einer festgefahrenen Situation herauszufinden.“

Carola N.
hauptberufliche Mutter in Hamburg

Ich habe die Gespräche als eine Kombination aus Klarheit und wertschätzender Haltung erlebt. Besonders hilfreich war für mich, dass zentrale Themen schnell sichtbar wurden, ohne dass ich mich bewertet gefühlt habe.“

Robert K.
Diplom-Informatiker in Hamburg

Die gemeinsame Arbeit hat uns geholfen, unsere Beziehung bewusst zu hinterfragen und neue Entscheidungen zu treffen. Der Prozess war nicht immer einfach, aber wir haben gelernt, Konflikte anders zu verstehen und miteinander in Kontakt zu bleiben.“

Wilhelm B.
Arzt in Hamburg

In den Gesprächen sind uns Zusammenhänge bewusst geworden, die wir zuvor nicht gesehen hatten. Dadurch können wir heute offener miteinander umgehen und Konflikte früher ansprechen.

Besonders hilfreich war für uns die ruhige und strukturierte Art der Gesprächsführung.“

Franziska B.
Psychotherapeutin in Wien

Wie geht es nach dem Kennenlerngespräch weiter?

Das Kennenlerngespräch bringt keine weitere Verpflichtung mit sich. Sie kommen für diese eine Sitzung, bezahlen Sie vor Ort (mit Karte) und wir sind beide frei.

Sie gehen mit dem, was Sie gesagt, gehört und empfunden haben nachhause und schlafen eine Nacht darüber. Wenn Sie sich beide am nächsten Tag anschauen und die Frage nach einer Fortsetzung bejahen, haben wir die Voraussetzung für eine gemeinsame Arbeit.

Versuchen Sie nicht, den anderen zu überzeugen oder mit schlechtem Gewissen zu drängen. Es kann sein, dass sich nicht beide gleichermaßen abgeholt und aufgehoben fühlen. Das lässt sich nicht erzwingen.

Wenn Sie beide „Ja” sagen, ist der weitere Verlauf, dass Sie den nächsten Termin vereinbaren. Passend zu Ihrem Terminkalender und Ihrem Lebensrhythmus. Die meisten Paare kommen zwischen vier und acht Mal, wobei die Abstände im Laufe der Zeit größer werden, weil die Sicherheit, ohne Eskalation bis zur nächsten Sitzung zu kommen, wächst.

Was Sie jetzt tun können

Wenn das, was Sie bisher gelesen haben für Sie stimmig erscheint, können Sie hier einen Termin für ein Kennenlerngespräch vereinbaren.“

Hier geht es direkt zum Terminkalender, in dem Sie die nächsten freien Termine nachschauen können.

Wenn Sie sich zunächst orientieren möchten, wo Sie mich finden, lesen Sie bitte die Kontaktseite.


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